Mit diesen 3 ETFs monatliche Dividende kassieren

ETFs mit monatlicher Dividende
Sebastian Legrand - Investment-Coach
Sebastian Legrand

Monatliche Dividenden mit ETFs klingen für viele Anleger sehr attraktiv. Jeden Monat kommt Geld aufs Konto, das Depot wirkt greifbarer und der Vermögensaufbau fühlt sich weniger abstrakt an. Genau das spricht vor allem Menschen an, die sich mehr finanzielle Unabhängigkeit, planbaren Cashflow und ein zusätzliches Standbein wünschen. Gleichzeitig gibt es beim Investieren oft dieselben Hürden: fehlender Überblick, Unsicherheit bei der Auswahl und die Sorge, mit falschen Entscheidungen Geld zu verlieren. Deshalb lohnt es sich, das Thema sauber einzuordnen. Monatliche Ausschüttungen können motivieren, sind aber nicht automatisch die beste Lösung für langfristigen Vermögensaufbau. Entscheidend ist, dass du verstehst, wie diese ETFs funktionieren, wie die Ausschüttungen entstehen und welche Rolle sie in deinem Depot wirklich spielen sollten.

Warum monatliche Dividenden mit ETFs auf viele Anleger so anziehend wirken

Viele Anleger wollen nicht nur irgendwo investiert sein, sondern regelmäßig sehen, dass ihr Geld arbeitet. Genau deshalb wirken monatliche Dividenden so attraktiv. Du bekommst laufend Ausschüttungen und hast dadurch schneller das Gefühl, dass dein Depot Erträge liefert. Das kann psychologisch sehr motivierend sein. Gerade wenn du dir mehr Sicherheit und mehr Kontrolle über dein Geld wünschst, ist das ein wichtiger Punkt.

Trotzdem solltest du aufpassen, dass du Ausschüttung nicht mit Qualität verwechselst. Ein ETF ist nicht automatisch gut, nur weil er monatlich zahlt. Viel wichtiger ist, in was der Fonds investiert, wie hoch die Kosten sind, wie breit er streut und ob die Strategie zu deinem Ziel passt. Genau hier machen viele Anleger den Fehler, nur auf die Rendite oder auf den Rhythmus der Auszahlung zu schauen. In der Praxis zählt aber, was langfristig für dich sinnvoll ist.

Sind ETFs mit monatlicher Dividende wirklich sinnvoll?

Die Idee hinter solchen ETFs ist nachvollziehbar. Du möchtest regelmäßige Erträge, ohne jedes Mal selbst Anteile verkaufen zu müssen. Vor allem dann, wenn du dir mit deinem Depot einen zusätzlichen Cashflow aufbauen willst, klingt das zunächst logisch. Das Problem ist nur: Die meisten wirklich breit gestreuten Standard ETFs zahlen nicht monatlich. Produkte mit monatlicher Ausschüttung sind häufig Speziallösungen.

Das bedeutet für dich: Du bekommst zwar einen attraktiven Zahlungsrhythmus, kaufst dafür aber oft komplexere Produkte. Viele monatlich ausschüttende ETFs arbeiten mit Covered Call Strategien oder setzen auf besonders dividendenstarke Aktien. Das kann funktionieren, ist aber nicht dasselbe wie ein einfacher Welt ETF. Genau deshalb eignen sich solche Produkte oft eher als Ergänzung als als Fundament eines Depots. Wer das sauber versteht, kann bessere Entscheidungen treffen und vermeidet es, allein wegen einer hohen Ausschüttung in einen ETF zu investieren.

Monatliche Dividenden Motivation

Drei ETFs mit monatlicher Dividende

Wenn du gezielt nach Aktien-ETFs mit monatlicher Dividende suchst und dabei vor allem auf ETFs mit größerem Fondsvolumen schaust, wird die Auswahl schnell sehr überschaubar. Genau das zeigt bereits, dass dieses Marktsegment eine Nische ist. Es handelt sich nicht um klassische Standardprodukte, sondern um spezialisierte ETFs mit klarem Einkommensfokus.

Diese drei ETFs stehen dabei besonders im Fokus:

  • JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income Active UCITS ETF
  • Global X SuperDividend UCITS ETF
  • Global X NASDAQ 100 Covered Call UCITS ETF

Alle drei Produkte verfolgen das Ziel, laufende Erträge zu liefern. Gleichzeitig unterscheiden sie sich bei der Strategie deutlich. Der eine Fonds setzt auf ein aktives Einkommenskonzept rund um große Nasdaq Werte, der zweite fokussiert sich auf besonders dividendenstarke Aktien weltweit, der dritte kombiniert den Nasdaq 100 mit einer Covered Call Strategie. Genau deshalb solltest du diese ETFs nicht einfach nur über die Ausschüttungsrendite vergleichen, sondern immer die Konstruktion dahinter prüfen.

Wichtiger Hinweis: Alle Charts von den folgenden ETFs sind inklusive Ausschüttungen. Es wird also angenommen, dass die Dividenden direkt wieder reinvestiert werden.

JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income Active UCITS ETF im Überblick

Dieser ETF verfolgt eine aktive Einkommensstrategie mit starkem Fokus auf große US Wachstumswerte. Ziel ist nicht nur Kursentwicklung, sondern vor allem laufender Cashflow. Dafür wird ein Aktienportfolio mit einer Prämienstrategie kombiniert. Das Produkt richtet sich also klar an Anleger, die regelmäßige Ausschüttungen suchen und dafür eine spezialisierte Struktur akzeptieren.

Die Ausschüttungsrendite lag im Jahr 2025 bei 9,79 Prozent. Die TER liegt bei 0,35 Prozent. Das ist deutlich höher als bei klassischen Welt ETFs, zugleich aber für ein aktives Einkommensprodukt noch in einem Bereich, den viele Anleger bei genauer Prüfung akzeptieren. Wichtig ist, dass du die Kosten immer im Verhältnis zur Strategie betrachtest und nicht isoliert.

Die zehn größten Positionen zeigen sehr klar, wo der Schwerpunkt liegt: Nvidia mit 9,0 Prozent, Apple mit 7,8 Prozent, Alphabet mit 6,2 Prozent, Microsoft mit 5,9 Prozent, Amazon.com mit 4,9 Prozent, Meta Platforms mit 3,7 Prozent, Tesla mit 3,2 Prozent, Walmart mit 3,0 Prozent, Broadcom mit 2,7 Prozent und Netflix mit 2,5 Prozent. Daran erkennst du sofort, dass der Fonds klar auf große US Wachstumsunternehmen setzt. Genau das kann für hohe laufende Erträge interessant sein. Gleichzeitig ist das aber kein defensiver Basis ETF, sondern ein gezielter Ertragsbaustein mit Schwerpunkt auf bekannten Technologie und Wachstumswerten. Von der Performance her ist er bisher ganz ok, aber das ist eh nach ein/zwei Jahren noch nicht so richtig zu beurteilen.

JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income Active UCITS ETF

Global X SuperDividend UCITS ETF im Überblick

Der Global X SuperDividend ETF setzt auf Aktien mit besonders hoher Dividendenrendite. Die Grundidee ist einfach: Der Fonds sucht weltweit nach Unternehmen, die vergleichsweise viel ausschütten. Für Anleger klingt das erst einmal sehr attraktiv, weil genau dieser Ansatz regelmäßige und hohe laufende Erträge verspricht.

Die Ausschüttungsrendite lag 2025 bei 9,94 Prozent. Die TER liegt bei 0,45 Prozent. Damit ist das Produkt teurer als ein klassischer Standard ETF. Genau deshalb solltest du sehr genau prüfen, ob dir die Strategie diesen Aufpreis wirklich wert ist. Hohe Ausschüttungen klingen gut, aber sie sind nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal.

Die zehn größten Positionen sind Kenon Holdings mit 1,92 Prozent, Nordic American Tankers mit 1,71 Prozent, Banco Bradesco mit 1,69 Prozent, Caixa Seguridade Participaco mit 1,66 Prozent, Aker BP mit 1,52 Prozent, Direcional Engenharia mit 1,48 Prozent, Ardagh Metal Packaging mit 1,44 Prozent, Hysan Development mit 1,43 Prozent, Vale mit 1,42 Prozent und Jbs mit 1,42 Prozent. Genau hier fällt ein wichtiger Punkt auf: Unter den Top Positionen sind sehr viele eher unbekanntere Unternehmen dabei. Dazu kommt, dass es sich aus Sicht der Marktkapitalisierung oft eher um kleinere oder zumindest weniger bekannte Unternehmen handelt als bei klassischen Welt ETFs. Das macht den Fonds spezieller und aus meiner Sicht auch erklärungsbedürftiger. Hohe Dividendenrenditen können attraktiv sein, gehen aber häufig mit anderen Risikoprofilen einher als bei großen, etablierten Standardwerten. Das lässt sich auch an dem Chart erkennen, dass der ETF lange im Minus war.

Global X SuperDividend UCITS ETF

Global X NASDAQ 100 Covered Call UCITS ETF im Überblick

Dieser ETF kombiniert den Nasdaq 100 mit einer Covered Call Strategie. Vereinfacht gesagt baut der Fonds auf den großen Nasdaq Werten auf und ergänzt das Ganze um eine Optionsstrategie, mit der zusätzliche Prämien vereinnahmt werden. Diese Prämien bilden einen wichtigen Teil der laufenden Ausschüttung. Was Optionen sind und wie die funktionieren, kannst du dir in meinem Artikel Optionen handeln lernen anschauen.

Die Ausschüttungsrendite lag 2025 bei 9,98 Prozent. Die TER liegt bei 0,45 Prozent. Auch hier gilt: Die laufenden Kosten sind höher als bei einem einfachen Nasdaq ETF, dafür bekommst du aber kein normales Indexprodukt, sondern ein einkommensorientiertes Konstrukt. Genau das solltest du sauber einordnen.

Die zehn größten Positionen sind NVIDIA mit 8,40 Prozent, Apple mit 7,60 Prozent, Microsoft mit 5,70 Prozent, Amazon.com mit 4,40 Prozent, Tesla mit 3,90 Prozent, Meta Platforms mit 3,70 Prozent, Alphabet A mit 3,50 Prozent, Walmart mit 3,40 Prozent, Alphabet C mit 3,30 Prozent und Broadcom mit 2,90 Prozent. Das zeigt sehr deutlich, dass der ETF wirtschaftlich stark an den großen US Technologie und Wachstumswerten hängt. Der Unterschied zu einem normalen Nasdaq ETF liegt darin, dass die Covered Call Strategie häufig einen Teil des Kurspotenzials begrenzt, dafür aber höhere laufende Erträge erzeugen kann. Für Anleger, die monatliche Ausschüttungen priorisieren, kann das interessant sein. Wer vor allem maximales Wachstum sucht, sollte diesen Punkt genau verstehen. Von den drei ETFs hat dieser auf jeden Fall den schönsten Chartverlauf.

Global X NASDAQ 100 Covered Call UCITS ETF

Worauf du bei diesen ETFs besonders achten solltest

Bei ETFs mit monatlicher Dividende ist nicht die Ausschüttung allein entscheidend. Viel wichtiger ist, wie diese Ausschüttung entsteht. Genau hier liegt der Punkt, den viele Anleger übersehen. Eine hohe Rendite wirkt auf den ersten Blick attraktiv. Wenn sie aber durch eine sehr spezielle Strategie oder durch riskantere Unternehmen zustande kommt, musst du das sauber einordnen.

Achte deshalb immer auf mehrere Kriterien gleichzeitig. Wie breit ist das Portfolio gestreut. Wie hoch sind die Kosten. Wie stark hängt der ETF an einem bestimmten Markt oder einer einzelnen Strategie. Und vor allem: Passt der ETF als Ergänzung in dein Depot oder versuchst du gerade, mit einem Spezialprodukt dein ganzes Depot aufzubauen. Genau diese Fragen geben dir Orientierung. Sie helfen dir, nicht aus Unsicherheit oder aus reiner Rendite Hoffnung zu investieren, sondern mit Struktur vorzugehen. Das ist am Ende oft der größte Unterschied zwischen hektischem Handeln und fundierten Entscheidungen.

Mit Aktien kannst du oft noch mehr aus deinem Kapital herausholen

ETFs sind für viele Anleger ein guter Einstieg. Sie sind einfach, breit gestreut und effizient. Gleichzeitig gibt es einen wichtigen Punkt: Wenn du wirklich verstehst, wie Unternehmen funktionieren, wie du Zahlen einordnest und worauf es bei Qualität und Bewertung ankommt, kannst du mit Aktien oft noch mehr aus deinem Kapital herausholen.

Das bedeutet nicht, dass Einzelaktien automatisch besser sind. Es bedeutet nur, dass mehr Rendite in der Regel mehr Wissen verlangt. Genau hier scheitern viele Anleger. Sie investieren ohne klares System, verlassen sich auf Tipps oder reagieren emotional auf Marktschwankungen. Das führt schnell dazu, dass Unsicherheit zunimmt und Fehler passieren. Eine fundierte Ausbildung im Bereich Aktien und Investment kann hier einen echten Unterschied machen. Du lernst dadurch, Geschäftsmodelle sauber zu analysieren, Risiken besser zu erkennen und Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus zu treffen. Genau das gibt dir mehr Sicherheit und einen klaren roten Faden. Wer weiß, was er tut, kann Chancen besser nutzen und langfristig oft mehr Rendite erzielen als mit einem rein passiven Ansatz.

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Fazit: Monatliche Dividenden sind attraktiv, aber keine Abkürzung

Monatlich ausschüttende ETFs sprechen ein echtes Bedürfnis an. Viele Anleger wollen nicht nur langfristig Vermögen aufbauen, sondern schon unterwegs sichtbare Erträge haben. Genau das können diese Produkte liefern. Sie können motivieren, für mehr greifbaren Cashflow sorgen und ein Depot emotional verständlicher machen.

Trotzdem sind solche ETFs keine automatische Ideallösung. Die drei relevanten Produkte in diesem Bereich sind allesamt Speziallösungen mit klarer Einkommensstrategie. Das macht sie interessant, aber eben auch erklärungsbedürftig. Für ein stabiles Fundament bleibt ein breit gestreutes Kernportfolio meist der solidere Weg. Monatlich ausschüttende ETFs können dieses Fundament ergänzen, wenn du die Strategie dahinter wirklich verstehst. Und wenn du darüber hinaus noch mehr aus deinem Kapital machen willst, führt an echtem Wissen, einer sauberen Analyse und einer fundierten Investment Ausbildung kaum ein Weg vorbei.

Wenn du diesen Artikel spannend fandest, könnte vielleicht die NATO ETF Aktienanalyse interessant für dich sein.

6 häufig gestellte Fragen zu ETFs mit monatlicher Dividende

Welche ETFs zahlen monatlich Dividende?

Im Bereich der größeren Aktien ETFs stehen vor allem drei Produkte im Fokus: der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income Active UCITS ETF, der Global X SuperDividend UCITS ETF und der Global X NASDAQ 100 Covered Call UCITS ETF.

Warum sind die Ausschüttungsrenditen bei diesen ETFs so hoch?

Die hohen Ausschüttungen entstehen meist nicht durch eine einfache Standardstrategie, sondern durch spezielle Ansätze wie Covered Calls, aktive Einkommensstrategien oder einen Fokus auf besonders dividendenstarke Aktien.

Sind diese ETFs für Anfänger geeignet?

Teilweise, aber nicht automatisch. Gerade wegen der speziellen Strategien solltest du genau verstehen, wie die Ausschüttungen zustande kommen und welche Risiken damit verbunden sind.

Sind monatliche Dividenden besser als vierteljährliche oder jährliche Ausschüttungen?

Nicht grundsätzlich. Der monatliche Rhythmus ist vor allem psychologisch attraktiv, sagt aber noch nichts über Qualität, Kosten oder langfristige Gesamtrendite aus.

Kann ich mit solchen ETFs ein passives Einkommen aufbauen?

Grundsätzlich ja. Du solltest aber beachten, dass die Ausschüttungen schwanken können und nicht mit garantierten Einnahmen gleichzusetzen sind.

Warum ist eine Ausbildung beim Investieren sinnvoll?

Weil du dadurch lernst, Unternehmen, Strategien und Risiken besser einzuordnen. Genau das hilft dir, typische Fehler zu vermeiden und langfristig fundiertere Entscheidungen zu treffen.

 

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Sebastian Legrand
Börsen-Investor, Vater und Coach. Nachdem ich jahrelang damit beschäftigt war meine eigene Börsen-Strategie zu entwickeln, gebe ich sie heute an andere weiter. Wenn ich nicht gerade mit meinen 2 kleinen Söhnen Fußball spiele, bilde ich Privatanleger zu Börsen-Investoren aus, sodass sie sich ein Zusatzeinkommen durch Aktien generieren. In den letzten 3 Jahren habe ich schon mehr als 200 Menschen persönlich ausgebildet und mehr als 2.300 Menschen dabei geholfen durch die “SL-Strategie” stabile und hohe Renditen zu erzielen. Mehr Infos findest du auf der „Über mich“-Seite.

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