Aktien kaufen für Anfänger – Das musst du wissen!

Aktienmarkt Investitionen
Sebastian Legrand - Investment-Coach
Sebastian Legrand
Der ganze Bereich des Aktienhandels wirkt auf den Anfänger kompliziert und schwer verständlich. In diesem Artikel nehme ich dich an die Hand und zeige dir, was du unbedingt vor dem Kauf deiner ersten Aktie wissen solltest.

Was sind Aktien?

Aktien sind Anteile am Grundkapital eines Unternehmens, die von Investoren gekauft und verkauft werden können. Wenn jemand eine Aktie kauft, erwirbt er einen Teil des Unternehmens und wird dadurch zum Miteigentümer. Unternehmen geben Aktien aus, um Kapital zu beschaffen, das sie zur Finanzierung von Wachstum, Investitionen und anderen Geschäftsaktivitäten verwenden können. Aktien werden an Börsen gehandelt, wo Investoren sie kaufen und verkaufen können. Die Preise der Aktien können je nach Angebot und Nachfrage schwanken sowie durch verschiedene wirtschaftliche und unternehmensspezifische Faktoren beeinflusst werden. Banner Buch Aktien

Wie verdienst du mit Aktien Geld?

Es gibt zwei Wege, wie man mit Aktien Geld verdienen kann: Zum einen sind das Kursgewinne: Wenn der Kurs einer Aktie steigt und du die Aktie zu einem niedrigeren Preis gekauft hast, kannst du sie zu einem höheren Preis verkaufen und den Unterschied als Gewinn behalten. Das zweite sind Dividenden: Viele Unternehmen zahlen ihren Aktionären regelmäßig Dividenden, die einen Teil des Unternehmensgewinns darstellen. Diese Dividenden werden pro Aktie ausgeschüttet und bieten den Aktionären eine direkte Einnahmequelle.

Die wichtigsten Grundregeln beim Investieren in Aktien

Es gibt einige wichtige Regeln, die du beim Investieren in Aktien beachten solltest, um keine Verluste zu machen. Der Handel mit Aktien ist mit Risiken verbunden und daher ist es wichtig nicht einfach loszulegen, sondern sich vorher ein paar Gedanken zu machen.

Nicht alles auf eine Karte setzen

Eine ganz wichtige Regel beim Investieren in Aktien ist es nicht alles auf eine Karte zu setzen. Gerade weil Aktien zu einem Totalverlust führen können, wenn das dahinterstehende Unternehmen pleite geht. Wichtig ist es daher beim Investieren immer das Geld auf mehrere Aktien aus verschiedenen Branchen und Ländern zu streuen. So reduzierst du das Risiko mit einem Einzelwert Verluste zu machen.

Nur verfügbares Geld investieren

Eine weitere wichtige Regel ist es nur frei verfügbares Geld zu investieren. Beim Investieren in Aktien geht es auch immer darum langfristig zu agieren. Du solltest mindestens einen Anlagehorizont von 5 Jahren haben, wenn du in Aktien investierst. Gerade weil kurzfristig die Kurse der Aktien auch mal schwanken und nach unten gehen können. Und damit du nicht deine Aktien verkaufen musst, wenn sie gerade im Minus sind, solltest du nur Geld investieren, dass du nicht anderweitig benötigst.

Bleib skeptisch bei Aktientipps

Vielleicht hast du einen Freund, der den neusten und heißesten Aktientipp hat. Oder du hörst von vermeintlichen Experten die eine Aktie, die sich demnächst vervielfachen soll. Bleib bei solchen Aktientipps immer skeptisch und mach dir ein eigenes Bild von dem Unternehmen. Auf keinen Fall solltest du blind solchen Tipps folgen und einfach die Aktien kaufen. Behalte eine gesunde Skepsis und finde durch eine eigene Recherche heraus, ob an dem Aktientipp auch etwas dran ist.

Hin- und her macht Tasche leer

Dieser Spruch ist eine ganz wichtige Börsenweisheit. Bei jedem Kauf und Verkauf von Aktien fallen Gebühren und eventuell Steuern an. Wer die ganze Zeit aktiv am Traden ist und immer wieder kauft und verkauft, riskiert dadurch sein Geld für Investitionen immer weiter zu reduzieren. Besser ist es einen langfristigen Investitionsansatz zu verfolgen. Also die Aktien einmal zu kaufen und dann langfristig zu halten.

Welche Aktie passt zu mir? (Value vs. Growth)

Wenn es um den Einstieg in die Welt des Aktieninvestments geht, stehen Anfänger oft vor der Frage: Sollte man in Value- oder Growth-Aktien investieren? Value-Aktien sind Aktien von Unternehmen, die zu einem Preis gehandelt werden, der niedriger ist als ihr tatsächlicher Wert oder ihre Fundamentaldaten vermuten lassen. Diese Aktien werden oft von Investoren bevorzugt, die nach relativer Stabilität und Sicherheit suchen. Value-Aktien gehören oft zu etablierten Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen und nachweislicher Rentabilität. Für Anfänger bieten sie eine Möglichkeit, in den Aktienmarkt einzusteigen, ohne zu viel Risiko einzugehen. Ein Vorteil von Value-Aktien ist ihre tendenziell geringere Volatilität im Vergleich zu Growth-Aktien. Dies kann Anfängern ein gewisses Maß an Sicherheit bieten und sie vor großen Schwankungen am Markt schützen. Value vs. Growth Aktien Im Gegensatz dazu sind Growth-Aktien Aktien von Unternehmen, die ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial aufweisen. Diese Unternehmen investieren oft stark in ihr Wachstum und können daher höhere Bewertungen aufweisen. Growth-Aktien sind in der Regel eher für Anleger geeignet, die bereit sind, höhere Risiken einzugehen, um potenziell höhere Renditen zu erzielen. Eine Investition in Growth-Aktien kann für Anfänger eine spannende Möglichkeit sein, am Erfolg vielversprechender Unternehmen teilzuhaben. Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass diese Investitionen oft mit einer höheren Volatilität und Unsicherheit verbunden sind. Eine gründliche Recherche und ein tieferes Verständnis der jeweiligen Branche und des Geschäftsmodells sind daher unerlässlich. Letztendlich gibt es keine eindeutige Antwort darauf, ob es besser ist, in Value- oder Growth-Aktien zu investieren. Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile, und die beste Wahl hängt von den individuellen Zielen, Präferenzen und der Risikobereitschaft ab. Für Anfänger kann es jedoch ratsam sein, zunächst mit Value-Aktien zu beginnen, um ein solides Verständnis des Aktienmarktes zu entwickeln und eine stabile Grundlage für das eigene Portfolio zu schaffen.

Mach eine Fundamentalanalyse

Eine Fundamentalanalyse ist ein wichtiger Schritt für dich als Investor, wenn du in Aktien investieren möchtest. Dabei bewertest du ein Unternehmen anhand seiner finanziellen Kennzahlen, Geschäftsmodelle und anderer grundlegender Faktoren, um herauszufinden, ob eine Aktie unter- oder überbewertet ist. Die Fundamentalanalyse mag am Anfang einschüchternd wirken, aber mit ein wenig Übung und Recherche wird sie zu einem wertvollen Werkzeug, um fundierte Anlageentscheidungen zu treffen. Hier sind einige Schritte, die du als Anfänger bei der Erstellung einer Fundamentalanalyse beachten kannst:
  1. Recherche und Datensammlung: Sammle alle verfügbaren Informationen über das Unternehmen, in das du investieren möchtest. Dazu gehören Finanzberichte, Quartalsberichte, Pressemitteilungen, Branchenanalysen und andere relevante Datenquellen.
  2. Analyse der Finanzkennzahlen: Untersuche die finanziellen Kennzahlen des Unternehmens, wie Umsatz, Gewinn, Cashflow, Verschuldung, Rentabilität und Wachstumsraten. Vergleiche diese Kennzahlen mit anderen Unternehmen in derselben Branche, um ein besseres Bild von der relativen Stärke des Unternehmens zu bekommen.
  3. Bewertung des Geschäftsmodells: Analysiere das Geschäftsmodell des Unternehmens, seine Produkte oder Dienstleistungen, seine Wettbewerbsvorteile und seine langfristigen Wachstumsaussichten. Überlege dir, ob das Unternehmen gut positioniert ist, um in Zukunft erfolgreich zu sein.
  4. Bewertung des Managements: Untersuche das Managementteam des Unternehmens, seine Erfahrung, seine Strategien und seine Erfolgsbilanz. Ein kompetentes und fähiges Management ist entscheidend für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens.
  5. Risikoanalyse: Identifiziere und bewerte die Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, wie z.B. Konkurrenzdruck, regulatorische Risiken, technologische Veränderungen oder makroökonomische Faktoren. Berücksichtige auch externe Risiken wie geopolitische Ereignisse.
  Fazit und Entscheidung: Basierend auf deiner Analyse kommst du zu einer fundierten Meinung darüber, ob das Unternehmen unter- oder überbewertet ist und ob es sich lohnt, in seine Aktien zu investieren. Dabei berücksichtigst du deine Anlageziele, Risikotoleranz und den langfristigen Erfolg des Unternehmens.

Alternative zu Einzelaktien

Wenn du dich noch nicht an die Investition in Einzelaktien herantraust, gibt es noch eine anfängerfreundliche Alternative. Und zwar kannst du in ETFs investieren. ETFs sind börsengehandelte Indexfonds. Sie bündeln das Geld und investieren es in dutzende bis tausende Unternehmen. Das ist abhängig davon, welchen Index der ETF jeweils abbildet. Im DAX, dem deutschen Aktienindex, sind zum Beispiel die Aktien der dreißig größten deutschen Unternehmen enthalten. Es gibt aber noch größere Indizes wie zum Beispiel den MSCI World, der in über 1000 Unternehmen aus den 23 Industrieländern investiert. Wenn du in einen ETF investierst, musst du dich nicht mit der Analyse von einzelnen Werten beschäftigen und kannst durch die breit gestreute Investition von der Wertentwicklung des Aktienmarktes profitieren.

Erster Schritt zum Aktienkauf: Depoteröffnung

Um in Aktien investieren zu können, benötigst du ein Depot bei einer Bank. Durch das Depot hast du Zugang zur Börse und kannst dort deine Kauf- und Verkaufsaufträge drüber abwickeln. Ich empfehle dir das Depot bei der Consorsbank zu eröffnen. Ich bin selbst auch dort und sehr zufrieden. Du musst dich dafür einmal registrieren, um dein eigenes Depot zu eröffnen. Trader-Konto

So kaufst du die erste Aktie

Wenn du dein Depot hast, kannst du die erste Aktie kaufen. Dazu benötigst du die WKN der Aktie, die du kaufen willst. Die WKN ist die Wertpapierkennnummer. Du findest sie am einfachsten heraus, wenn du einfach deine Aktie und den Suchbegriff WKN bei Google eingibst. Wenn die Aktie keine WKN hat, brauchst du die ISIN. Das ist die internationale Wertpapierkennnummer. Jetzt kannst du bei deinem Broker mit der WKN die passende Aktie heraussuchen. Im nächsten Schritt wählst du, wie viele Anteile du kaufen willst. Jetzt musst du noch die Börse wählen, über die du die Aktien kaufen willst. Achte beim Kauf darauf, dass du während der Öffnungszeiten der Börse die Order abgibst. Beim Orderzusatz gibst du billigst/bestens an. Das bedeutet, dass die Order zum bestmöglichen Kurs ausgeführt wird. Jetzt musst du kurz warten, bis deine Order ausgeführt wurde und du die Aktien in deinem Depot eingebucht bekommen hast.

Start mit kleinen Beträgen – sinnvoll?

Du stellst dir vielleicht die Frage, ob es auch bereits mit kleinen Beträgen sinnvoll ist zu investieren. Und die Antwort ist ja. Du kannst mit einem Wertpapiersparplan bereits ab 25 € im Monat in Aktien oder ETFs investieren. So kannst du mit kleinen Summen starten und musst nicht darauf warten, bis die ersten größeren Summen angespart sind.

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Sebastian Legrand - Investment-Coach
Sebastian Legrand
Börsen-Investor, Vater und Coach. Nachdem ich jahrelang damit beschäftigt war meine eigene Börsen-Strategie zu entwickeln, gebe ich sie heute an andere weiter. Wenn ich nicht gerade mit meinen 2 kleinen Söhnen Fußball spiele, bilde ich Privatanleger zu Börsen-Investoren aus, sodass sie sich ein Zusatzeinkommen durch Aktien generieren. In den letzten 3 Jahren habe ich schon mehr als 200 Menschen persönlich ausgebildet und mehr als 2.300 Menschen dabei geholfen durch die “SL-Strategie” stabile und hohe Renditen zu erzielen. Mehr Infos findest du auf der „Über mich“-Seite.

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